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pausenclown

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Re: Der schmale Weg

von pausenclown am 14.04.2026 10:45

Hallo.

Es ist für mich nicht einfach, über die jüdischen Wurzeln des NT zu schreiben.
Auf gar keinen Fall möchte ich christliche Überzeugen in Frage stellen usw.
Es ist immer ein kleiner Konflikt.

Denn, der Weg oder Jesus ist der Weg, damit ist ja nicht eine Straße gemeint, sondern ein Konzept, die Halacha.
Auf deutsch bedeutet es: der Weg, das Gehen, Wandeln. Die Halacha ist ein praktischer Leitfaden, der alle Lebensbereiche eines gläubigen Juden regelt.
Vereinfacht dargestellt, die praktische Auslegung der Torah.
Jesus beansprucht, der Autor der Torah zu sein und wirbt in den Evangelien für seine Halacha.

Die ersten messianische Juden nannten sich, oder wurden so betitelt: 
Apostelgeschichte 9.2
und erbat sich von ihm Briefe an die Synagogen in Damaskus, um die Anhänger des Weges (Halacha)Jesu.

Shalömle Pausenclown 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 14.04.2026 10:46.

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Re: Nachfolge gemäß Lk. 14.25-27

von pausenclown am 12.04.2026 08:24

Ja, hättest du!

Man denkt an nichts Böses und zack, kommt jemand von der Seite und belehrt einen.
Ohne das man es bemerkt, betritt man ein Spielfeld mit seltsamen Spielregeln.
Das Spielfeld ist wie ein Kreis oder eine Spirale. 

Das Spiel beginnt, du bist nicht auf dem schmalen Weg, natürlich ruft das bei den meisten eine Verwunderung aus. 
Diese Verwunderung ist der Treibstoff des Spiels und dient nur als Beweis dafür, das jemand falsch liegt.
Im Anschluss kommen gut gemeinte Ratschläge, gefolgt von Bibelsprüchen, die nur dazu dienen, einen abzuwarten.

Meine Gegenwehr dient nur als Bestätigung in diesem Spiel. Wer gewinnt nun in diesem Spiel oder was ist das Ziel?
Sich über andere Menschen zu erheben, geht auch, damit man sie in Dreck tritt.
Und man kann mit dem guten Gefühl der Überlegenheit und gespielter Demut den vermeintlichen Ruf Gottes weiterziehen.
Ich gönne dir das gute Gefühl Liberty, dein Gott und du seid euch einig, wir sind leblos.

Aber mein Gott ist der ewige Israels und er lebt und er ist nicht so, denn mein Gott geht zu Menschen, die im Dreck liegen.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.04.2026 08:25.

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Re: Der schmale Weg

von pausenclown am 11.04.2026 15:48

Hallo Nusskeks.

Sei mir nicht böse, aber in diesem Thread bestimmt nicht.

Shabbat Shalom 

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Re: Der schmale Weg

von pausenclown am 11.04.2026 14:01

Verstehe ich das richtig?

Bis auf eine Person sind alle auf dem falschen Weg und sollen die Einladung annehmen?

Achso, ich bin überzeugt, dass die damaligen Zuhörer wussten, was auf was Jesus abspielt.
Welche Pforte damit gemeint und wohin der breite Weg zb führt. Tief in unserer Tradition verwurzelt das zwei Wege Prinzip.
Dazu wurde auch der breite Weg zum Hulda Tor vollständig ausgegraben.


Shabbat Shalom 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.04.2026 14:02.

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Re: Gott hilft durch Übung?

von pausenclown am 10.04.2026 08:24

Also Drogensucht…

Die Drogen erfüllen ja eine Funktion, nämlich das Betäuben von Schmerzen.
Substanzen aus der Straßenapotheke erfüllen meist die Funktion, seelische Schmerzen zu betäuben und die Folge daraus ist die Abhängigkeit.

Hypothetisch gesprochen: Gott nimmt einem Menschen einfach diese Sucht, was bleibt?
Natürlich kann Gott auch diese seelischen Schmerzen heilen….
Weshalb Gott einmal direkt hilft und einmal einen Menschen dadurch trägt, keine Ahnung.
Von außen betrachtet gibt es keinen logischen Grund, er ist halt der Ewige, Hauptsache er weiß es.

Shalom 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 10.04.2026 08:25.

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Re: Gott hilft durch Übung?

von pausenclown am 10.04.2026 07:20

Hallo Weateyd.

Sowohl als auch… Gott erhört direkt und eben auch mit und durch Situationen.

Jakobus 1,2-4:
 „Meine lieben Brüder, erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung fallt, und wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt.“

Römer 5,3-4: 
Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung,
Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

Galater 5,22: 
Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,

Kolosser 1,11: 
und gestärkt werdet mit aller Kraft durch seine herrliche Macht zu aller Geduld und Langmut. Mit Freuden

Psalm 27,14:
Harre des HERRN! Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN! 

Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 10.04.2026 07:21.

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Re: Gott hilft durch Übung?

von pausenclown am 09.04.2026 10:42

Hallo Weateyd.

Ich bin mir nicht sicher, ob deine Fragestellungen richtig verstanden habe.
Deshalb formuliere ich die Frage in meinen Worten.

Ist Gott für mein Wohlbefinden zuständig, oder ist es nicht die Frage?

Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.04.2026 10:43.

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Re: Nikodemus

von pausenclown am 01.04.2026 13:53

Hallo.

Vielleicht interessiert es euch, wie wurde eigentlich Pessah im Tempel gefeiert?
Wie ich schon geschrieben habe, die Stadt ist voll und es zu den wallfahrtsfesten gehört mit Pilgern überschwemmt. Müsste ich die Zahl derer schätzen, würde ich auf über 200.000 Menschen zu dem Zeitpunkt kommen. 
Am Ende sind es auch zwischen 20000-30000 Lämmer, die zwischen 14.30 und 17.30 Uhr geschlachtet werden.

Die Schlachtung fand im Vorhof der Priester statt.
Sobald ein Pilger sein Lamm schlachtet, fängt ein Priester das Blut in einer Schale auf. Er reicht die volle Schale seinem Nachbarn weiter und erhielt im Gegenzug eine leere Schale, Quasi eine Menschenkette.
Der letzte Priester in der Kette, der direkt am Altar stand, gießt das Blut in einem einzigen Schwung gegen das Fundament des Brandopfer Altares.
Während der ganzen Zeremonie begleiten die Leviten gesanglich das ganze Geschehen. Auch hier singen das große Hallel.
Aber jetzt bin ich erstmal fertig.

Shalom und Chag Pessah Sameah 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.04.2026 13:54.

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Re: Nikodemus

von pausenclown am 01.04.2026 11:59

Hallo.

Jerusalem ist an Tagen wie diesen voll, nicht nur wir Bewohner, sondern auch Tausende von Pilgern tummeln sich in den Gassen.
Die Vorbereitungen für das Fest sind abgeschlossen, vor allem ist das Haus, bzw im Haus gibt es keinen Sauerteig mehr.

Heute Abend mit Anbruch der Dunkelheit beginnt Pessah.
Wie uns geboten ist, sollen wir es zwischen den Abenden halten.

Bevor ich's vergesse, zu Pessah gehört das Fest der ungesäuerten Brote.
Es startet am Abend des 15. Nisan und dauert 7 Tage.
Während dieser sieben Tage darf absolut kein Sauerteig (Chamez) gegessen oder im Haus gefunden werden. Man isst stattdessen das Brot des Elends, die Mazzot 

Innerhalb dieser 7 Tage feiern wir noch ein Fest, das Fest der Erstlingsfrucht.
Zum einen ist es ein landwirtschaftliches Fest und die erste Ernte der Gerste. 
Diese Erstlingsgabe wird in den Tempel gebracht. Der Priester eine Garbe der ersten Ernte vor dem Herrn „schwingen“.
Der Vorgang: Das Heben und Hin- und Herbewegen der Garbe vor dem Altar symbolisierte, dass die gesamte Ernte Gott gehört und von ihm gesegnet wurde.
Das Schwingopfer wurde am Tag nach dem Shabbat dargebracht.
Das ist auch der Tag der Auferstehung von Jesus, die Erstlingsfrucht der Auferstehung.

Und zum Schluss, wie ich heute Abend feiern werde. Im Grunde ist es ein Familienabend. Wein, Brot , Lamm und bittere Kräuter sind die Hauptzutaten.
Der Abend ist mit der Seder (Ordnung) festgelegt.

Es beginnt mit dem ersten Becher Wein 
(Heiligung).
Als Hausvater werde ich den Segensspruch über den Wein aufsagen.
Man trank diesen Becher im Liegen als Zeichen der Freiheit
Nach einer rituellen Handwaschung wurden bittere Kräuter oder Gemüse in Salzwasser getaucht und gegessen.
Vor dem eigentlichen Essen wird die Geschichte des Auszugs aus Ägypten erzählt. Ein wichtiger Teil ist die Frage des jüngsten Teilnehmers: „Warum ist diese Nacht anders als alle anderen Nächte?“.

Es folgt der zweite Becher, dieser Becher hat mehrere Namen und Bedeutungen.
Becher der Verkündigung, der Befreiung und Becher der Plagen.

Anschließend folgt das Essen, Lamm. Dazu wird das Matzen und bittere Kräuter gereicht.
Nach dem Essen trinken wir den dritten Becher, den Becher des Segens und das Dankgebet.

Zum Abschluss werden wir die Lobpsalmen (Hallel, Psalmen 113–118) singen und der vierten Becher trinken. 

Shalom und Chag Pessah Sameah.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.04.2026 12:01.

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Re: Nikodemus

von pausenclown am 29.03.2026 12:46

Hallo.


Bevor ich darüber schreibe, wie wir Juden zur des zweiten Tempels feiern, schreibe ich mein traurigstes Pessah.
Jesus ist vor seiner Kreuzigung am 10. Nisan auf einem Esel nach Jerusalem geritten.
Wie ich schon geschrieben habe, wurden am 10 die Lämmer ins Haus geholt und wie geschrieben steht:
Sacharja 9,9: „Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel.

Die Volksmenge empfing Jesus mit Palmzweigen und dem großen Hallel auf dem Psalm 118.
O Herr, hilf doch! O Herr, lass es wohl gelingen!" Das hebräische Wort für "Hilf doch!" ist Hoshi'a na.
Diese Elemente gehören eigentlich zum Laubhüttenfest (Sukkot) und damit wird die Ankunft des Messias gefeiert, hier vermischen sich Pessah und Sukkot.
So wie die Lämmer geprüft werden zwischen dem 10 und 14 Nisan, wurde auch Jesus geprüft und der, der ohne Fehler war, wurde am Ende verurteilt und gekreuzigt.

So wurde aus dem kleinen Jeshu, das wahre Lamm Gottes.
Einige haben als Kind mit ihm gespielt und viele kennen ihn, als er offensichtlich mit seinen Jünger durchs Land zog. Seine Wunder, seine Predigten, sein Ruf zur Umkehr und das, das Himmelreich nahe sei….

 
Es ist ja nicht so, als gäbe es eine Willkür und keine Gesetze, um jemanden zu schützen….
Jesus hatte kein faires Verfahren vor dem Hohen Rat und dem Sanhedrin.
In unserer Tradition gibt es strenge Regeln in einem Strafprozess und diese wurden an vielen Punkten gebrochen.
Verbot von Nachtsitzungen: Strafprozesse durften nur tagsüber verhandelt werden. Das Urteil musste ebenfalls bei Tageslicht verkündet werden. Jesus wurde jedoch in der Nacht verhaftet und verhört.

Verbot an Festabenden: Es durfte kein Prozess am Vorabend eines Sabbats oder eines hohen Feiertags (wie Pessah) beginnen, da ein Todesurteil erst nach einer eintägigen Bedenkzeit vollstreckt werden durfte und Hinrichtungen an Feiertagen verboten waren.


Keine Selbstbezichtigung: Ein Geständnis allein reichte nicht für eine Verurteilung aus; es mussten mindestens zwei übereinstimmende Zeugen vorhanden sein. Bei Jesus wurde sein eigenes Wort („Du sagst es“) als Hauptgrund für die Verurteilung wegen Blasphemie genutzt.
Wartefrist für Todesurteile: Ein Freispruch durfte sofort verkündet werden, aber ein Schuldspruch, der zum Tode führte, musste um einen Tag verschoben werden, um den Richtern Zeit zum Fasten und Überdenken zu geben. Jesus wurde noch am selben Tag verurteilt und hingerichtet.

Einstimmigkeits-Regel: Wenn alle Richter sofort und einstimmig für „schuldig“ stimmten, galt dies ironischerweise als Zeichen für ein Komplott oder Voreingenommenheit, und der Angeklagte musste freigelassen werden. Im Fall Jesu gab es eine sofortige, geschlossene Verurteilung. 
Usw….

Als Mitglied des Sanhedrins konnte ich seine Verurteilung nicht verhindern, was folgte ist bekannt…..

Shalom 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.03.2026 12:48.
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